Landing Page vs. Homepage: Was ist der Unterschied?
Viele Unternehmer verwechseln Landing Page und Homepage – oder setzen sie falsch ein. Das Ergebnis: Kampagnen-Traffic landet auf der Startseite und geht verloren. Dieser Artikel klärt den Unterschied und zeigt, wann Sie was brauchen.
Kurz gesagt
- Die Homepage bedient alle Besucher und viele Ziele – die Landing Page genau ein Ziel und eine Zielgruppe.
- Landing Pages konvertieren mit 3–10 % deutlich höher als Startseiten (typisch 1–2 %).
- Kampagnen-Traffic gehört auf fokussierte Landing Pages, nicht auf die Startseite.
- Eine Landing Page ganz ohne dahinterliegende Website ist im B2B fast nie sinnvoll.
Die Homepage: Ihr digitales Schaufenster
Die Homepage (Startseite) ist für alle Besucher konzipiert. Sie zeigt, wer Sie sind, was Sie anbieten, für wen – und gibt Orientierung zu den wichtigsten Bereichen. Sie hat viele Ziele gleichzeitig: Vertrauen aufbauen, Navigation ermöglichen, neugierig machen. Typische Elemente: Hero-Bereich, Leistungsübersicht, Referenzen, Team, Kontakt-CTA.
Die Landing Page: fokussiert auf ein Ziel
Eine Landing Page hat genau ein Ziel und eine Zielgruppe – und eliminiert alles, was davon ablenkt. Kein (oder stark reduziertes) Hauptmenü, keine Links in andere Bereiche. Nur: Angebot → Vorteile → Social Proof → CTA. Eingesetzt für: Google-Ads-Kampagnen, E-Mail-Kampagnen, Produkt-Launches, Webinar-Anmeldungen.
Warum Landing Pages höher konvertieren
Eine gute Landing Page konvertiert 3–10 %, eine Homepage typisch 1–2 %. Der Grund: keine Ablenkung, ein spezifischer Bedarf, ein direkter Pfad. „Google Ads: Elektriker Mannheim“ → Landing Page „Elektriker Mannheim“ → Formular. Wer denselben Klick auf die Startseite schickt, bezahlt für Besucher, die erst suchen müssen – und gehen.
Wann Sie was brauchen
| Konstellation | Wann sie passt |
|---|---|
| Nur Homepage/Website | Sie schalten keine Kampagnen – die Website arbeitet über Suche und Empfehlung. Dann zählt die Struktur: eine Seite pro Leistung. |
| Website + Landing Pages | Sie schalten Ads oder Kampagnen – jede Kampagne bekommt ihre fokussierte Seite. Für regionale Kampagnen: Geo-Targeting mit regionalen Landingpages. |
| Nur Landing Page (ohne Website) | Fast nie sinnvoll – ohne „Über uns“, Referenzen und Impressum fehlt das Vertrauen, das B2B-Kunden suchen. |
Anatomie einer guten Landing Page
- Headline = Suchintention: Der Besucher muss in 3 Sekunden sehen, dass er richtig ist.
- Nutzen statt Features: drei bis fünf Vorteile aus Kundensicht.
- Social Proof: Bewertungen, Kundenlogos, konkrete Zahlen.
- Ein CTA, mehrfach wiederholt: dasselbe Ziel oben, in der Mitte, unten.
- Schnell und mobil: Kampagnen-Klicks sind teuer – Ladezeit entscheidet über den ROI.
Häufige Fragen
Braucht jede Google-Ads-Kampagne eine eigene Landing Page?
Jede Anzeigengruppe mit eigenem Thema: ja. Gleiche Botschaft in Anzeige und Seite = besserer Qualitätsfaktor = günstigere Klicks.
Zählen Landing Pages für SEO?
Kampagnen-Landingpages meist nicht (noindex ist oft sinnvoll). Regionale Leistungsseiten dagegen schon – das ist der organische Zwilling der Landing Page.
Wie viele Anfragen sind realistisch?
Mit sauberem Pfad (Anzeige → Seite → Formular) sind 5 %+ erreichbar – die Stellschrauben stehen im Beitrag Conversion-Rate-Optimierung.
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