Was macht ein Informationsdesigner?
Was ist Informations-Design?
Informations-Design ist das Definieren, Planen und Visualisieren der Inhalte einer Mitteilung und des Umfeldes, in dem sie dargeboten wird mit der Absicht, bestimmte Reaktionen im Hinblick auf die Bedürfnisse der Adressaten hervorzurufen.
Kurz gesagt
- Informations-Design plant und visualisiert Inhalte so, dass sie bei den Adressaten die gewünschte Reaktion hervorrufen.
- Der Beruf verbindet innovatives und systematisches Denken mit Wissen über Medien und menschliche Wahrnehmung.
- Informations-Designer arbeiten mit Hilfswissenschaften wie Kognitiver Psychologie, Linguistik und Informatik zusammen.
Qualifikations-Anforderungen
Um professionelle Design-Leistungen erbringen zu können, sollen Informations-Designer
- in der Lage sein, sowohl innovativ als auch systematisch zu denken
- über den Sachbereich, in dem sie arbeiten, so ausreichend wie erforderlich informiert sein
- sowohl über die kommunikativen Aspekte der Komponenten visueller Mitteilungen als auch über deren Zusammenwirken Bescheid wissen
- die relevanten Usancen, Konventionen, Normen, Richtlinien und deren theoretische Grundlage kennen
- mit den technischen Anforderungen der Medien, insbesonders der visuellen, vertraut ein
- mit den kommunikativen, alle Sinne betreffenden Fähigkeiten des Menschen im Hinblick auf das Wahrnehmen, die kognitive Verarbeitung und die Reaktion von bzw. auf Information vertraut sein
- in der Lage sein, den möglichen Nutzen der kommunizierten Information für die jeweiligen Adressaten abzuschätzen
- wissen, wie sich unbewegte und bewegte Bild- und Text-Elemente sowie Informationen, die nicht nur den Gesichtssinn ansprechen, aufgabenbezogen schaffen lassen und wie man sie zur Erzielung einer optimalen Wirkung aufeinander abstimmen kann
- fähig sein, Informationen formal interessant und so attraktiv zu gestalten, daß sie im User eine dem Kommunikationsanliegen entsprechende Aufmerksamkeit hervorruft
- verstehen, die zu gestaltenden Informationen und Informationssysteme in solcher Weise interaktiv auszustatten, daß ihre Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen gewährleistet ist, sollte dies zur Aufrechterhaltung des User-Nutzens erforderlich sein
- außer ihrer Muttersprache zumindest Englisch verhandlungsfähig beherrschen
- die Möglichkeiten der Hilfswissenschaften verstehen:
- als da sind Kognitive Psychologie, Linguistik, Sozial- und Politikwissenschaften, Informatik, Statistik und in der Lage sein, mit Fachleuten zusammenzuarbeiten,
- um, unter Berücksichtigung verschiedener, kulturspezifischer Wahrnehmungsfähigkeiten, die Gestaltung von Mitteilungen zu evaluieren und zu verbessern
- detailliert über die Kostenfaktoren Bescheid wissen, die sich auf die einzelnen Design-Schritte und ihre Umsetzung beziehen
- ihre Leistungen in Übereinstimmung mit den vom Auftraggeber beobachteten Konventionen in solcher Weise erbringen, wie sie dem Wert entsprechen, den sie für ihn haben
- ihren Beruf unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Adressaten und der Gesellschaft im allgemeinen mit Verantwortung ausüben.
Häufige Fragen
Was ist Informations-Design?
Das Definieren, Planen und Visualisieren der Inhalte einer Mitteilung und ihres Umfeldes – mit der Absicht, bestimmte Reaktionen im Hinblick auf die Bedürfnisse der Adressaten hervorzurufen.
Welche Fähigkeiten braucht ein Informationsdesigner?
Er soll innovativ und systematisch denken, den Sachbereich kennen, mit den technischen Anforderungen der Medien vertraut sein und Informationen so gestalten, dass sie die dem Kommunikationsanliegen entsprechende Aufmerksamkeit erzeugen.
Mit welchen Disziplinen arbeiten Informationsdesigner zusammen?
Mit Hilfswissenschaften wie Kognitiver Psychologie, Linguistik, Sozial- und Politikwissenschaften, Informatik und Statistik – gemeinsam mit Fachleuten werden Mitteilungen evaluiert und verbessert.