Digitale Gemeinde-Website: Was Bürger wirklich brauchen

Bürger wollen ihre Behördenangelegenheiten online erledigen – und werden oft enttäuscht. Statt nutzbarer Online-Services finden sie PDF-Formulare zum Ausdrucken und Telefonnummern für die Terminvereinbarung. Was brauchen Bürger wirklich, und was können Kommunen realistisch umsetzen?

 

Die meistgenutzten Bürger-Online-Services

Befragungen zeigen: Diese Services haben die höchste Nachfrage:

  1. Terminbuchung beim Bürgeramt (Personalausweis, Anmeldung, Führerschein)
  2. Aktuelle Öffnungszeiten und Kontaktdaten aller Ämter
  3. Informationen zu Bauvorhaben und Bauleitplanung
  4. Online-Formulare für häufige Verwaltungsleistungen
  5. Abfallkalender und Abholtermine
  6. Veranstaltungskalender

 

Was fast alle Bürger-Websites falsch machen

Behörden-Sprache statt Bürger-Sprache

„Antrag auf Ausstellung einer Bescheinigung über die Führung des Gewerbebetriebes" – kein Bürger sucht so. Er tippt: „Gewerbeschein beantragen". Kommunen müssen in der Sprache ihrer Bürger kommunizieren, nicht in Verwaltungsdeutsch.

 

Keine mobile Optimierung

60 % der Besucher kommen mit dem Smartphone. Kommunale Websites sind oft noch Desktop-lastig – komplizierte Navigation, schlecht lesbare Texte, Formulare die auf dem Handy nicht funktionieren.

 

Veraltete Informationen

Öffnungszeiten, Ansprechpartner, Formulare – oft monatelang nicht aktualisiert. Das zerstört das Vertrauen in den digitalen Kanal.

 

Die realistische Digitalisierungs-Roadmap

Nicht alles auf einmal: Starten Sie mit den 5 meist genutzten Services, messen Sie die Nutzung, optimieren Sie, und erweitern Sie dann. Eine gut funktionierende Terminbuchung bringt mehr als 20 schlecht umgesetzte Online-Formulare.

 

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